Start Recht und Gesetz Argentiniens Pleite führte fast zum Bürgerkrieg
Argentiniens Pleite führte fast zum Bürgerkrieg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ingo Nestler   
Freitag, den 19. März 2010 um 11:57 Uhr

Ende Dezember 2001 hatte der damalige argentinische Präsident Adolfo Rodriguez Saá unter dem tosenden Beifall des Abgeordnetenhauses die Zahlungsunfähigkeit seines Landes erklärt. International ausgegebene Anleihen im Wert von knapp 82 Milliarden Dollar wurden seitdem nicht bedient. In ganz Argentinien erhob sich die Bevölkerung, plünderte Geschäfte, lieferte sich Straßenkämpfe mit der Polizei. Argentinien war bankrott. Die Mehrzahl der Gläubiger kam aus dem Ausland und verlor viel Geld.

Argentinien hatte seine Währung 1992 an den US-Dollar gekoppelt, um die galoppierende Inflation zu bremsen. Für die Exporteure stellte sich das als Katastrophe heraus. Die Wirtschaft des Landes schrumpfte, die Arbeitslosigkeit wuchs schnell, und das Kapital floh ins Ausland. Als die Regierung die Bankkonten sperren ließ, um die Kapitalflucht einzudämmen, kam es zu Unruhen. Acht Jahre später ringt Südamerikas zweitgrößte Volkswirtschaft immer noch mit den Folgen des Staatsbankrotts.

Quelle: sueddeutsche.de

 

Mein Kommentar: Auch der EURO ist zu 80% vom Dollar gedeckt. Nur das sich die Situation geändert hat. Wohin soll das Kapital, soweit noch vorhanden, flüchten? Die Krise ist global und damit eine Kapitalflucht in andere Länder nicht mehr sinnvoll. Die Schrumpfung der Wirtschaft hat schon begonnen und der Arbeitsplatzabbau in Größenordnungen ist nur noch eine Frage der Zeit. Lange wird es nicht mehr dauern, das der Welthandel und die Weltwirtschaft kollabieren. Doch was machen wir dann? In den Bereichen, die zum Überleben notwendig sind, haben uns unsere Politiker und Wirtschaftsmagnaten abhängig vom Ausland gemacht. Die Lebensmittelproduktion braucht Importe, die Produktion anderer Waren sowie Handel und Verkehr brauchen Öl und auch unsere Energieproduzenten sind zum Großteil abhängig von Einfuhren. Hinzu kommen die Bestrebungen, die Inflation zu erhöhen um der Schuldenbelastung Herr zu werden. Was einer kalten Enteignung gleich kommt.

Fazit: Plünderungen und Straßenkämpfe, sprich Bürgerkrieg, werden, wie 2001 in Argentinien, auch in Europa Einzug halten. Die Gesetze zur Niederschlagung solcher Revolten des Souveräns sind schon in Kraft. Lesen Sie den EU-Vertrag und machen Sie sich ein Bild davon wie sehr unsere Bürgerrechte schon eingeschränkt sind!!!

 
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