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Der herbeiorakelte und vielleicht auch ersehnte Kollaps bei den NRW-Wahlen blieb aus.
Alles beim Alten und wie immer, sollte man denken. Rein rechnerisch könnte eine rot-grüne Koalition mit ihren Mehrheiten regieren, Schwarz-Rot wäre auch drin. Schenkelklopfende Parolen auf der roten Seite, tiefe Depressionen in der schwarz-gelben Ecke, alles beim Alten. Ebenso der Betrug an sich selbst und den auf Nachricht und vorgekauten Meinungen gierenden Menschen in Rest-Deutschland. Der Schlüssel ist (mal wieder) die Lesart der schieren Zahlen.
Von etwa 13,3 Millionen wahlberechtigten Menschen erschienen nur etwa 7,9 Millionen. Macht eine Wahlbeteiligung von circa 59,3 Prozent. 5,4 Millionen Menschen sahen wohl von vorn herein keinen Sinn im Wählen zwischen Pest und Cholera. Rund 114.000 Menschen gingen zwar wählen, machten ihren Schein aber ungültig; bleiben noch etwa 7,8 Millionen, die ihre Stimme abgaben (58,7 Prozent der Wahlfähigen). Von denen gaben etwa 2,85 Millionen der CDU ihre Stimmen (Mittelwert aus Erst- und Zweitstimmen, etwa 21,43 Prozent der gesamten Wahlbevölkerung von 13,3 Millionen) und etwa auch 2,85 Millionen Menschen der SPD (circa 21,43 Prozent der Wahlberechtigten). Etwa 867.500 Menschen hielten es für eine gute Idee, die Grünen zu küren (6,5 Prozent der Wahlberechtigten), etwa 443.000 stimmten für die FDP (3,3 Prozent) und etwa 425.000 (3,2 Prozent) für die Linke.
41,3 Prozent der wahlberechtigten NRWler konnten wohl mit den angebotenen Parteien nix anfangen. Übrigens sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2005 von damals 63 Prozent auf nun offizielle 59,3 Prozent.
Die Zahlen, welche offiziell im Umlauf sind (CDU 34,6 %, SPD 34,5 %, FDP 6,7 %, Grüne 12,1 %, Linke 5,6 %) sind somit ein Trugschluss, da in unserem famosen Wahlsystem die Nichtwähler einfach ignoriert werden.
Daher sollte man sich schon überlegen, als Partei von breiter Zustimmung zu sprechen, wenn sich gerade einmal ein Fünftel für Rot oder Schwarz entscheidet.
Quelle: it.nrw.de (danach das PDF herunterladen, öffnen und nachlesen)
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