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Geschrieben von: Oli   
Mittwoch, den 05. Mai 2010 um 11:58 Uhr

Wer erinnert sich noch an die Panik von 1907? Jacob Schiff, der Chef von Kuhn, Loeb und Co. , warnt in einer Rede an das New York Chamber of Commerce im Vorfeld dieser Krise, dass "Wenn wir nicht eine Zentralbank mit adäquater Kontrolle der Kredit-Ressourcen haben, wird dieses Land die schwerste und weitgreifendste Geldpanik in der Geschichte erfahren."


Und so war es auch.

Im selben Jahr kam es zu massiven Kurseinbrüchen an der Börse und damit verbundener Unsicherheit in der Bevölkerung (Bank Runs). Trotz allem sollte es noch bis 1913 dauern, ehe Woodrow Wilson endlich den Federal Reserve Act unterzeichnete, die Geburtsstunde der privatwirtschaftlichen FED. Kongressabgeordneter Charles Lindbergh sprach verbittert die Wahrheit aus, als der 'Federal' Reserve Act durch den Kongress verabschiedet worden war: "Wenn Präsident Wilson diesen Gesetzesentwurf ratifiziert, wird die unsichtbare Regierung der Geldmacht legalisiert! Das größte Verbrechen aller Zeiten ist durch diesen Gesetzesentwurf verübt worden!" Selbst Präsident Wilson bemerkte später reumütig: "Ich bin ein zutiefst unglücklicher Mensch! Ich habe unabsichtlich mein Land ruiniert! Eine große fleißige Nation ist kontrolliert durch sein Kreditsystem. Unser Kreditsystem ist konzentriert und daher in den Händen weniger Männer. Wir sind zu einer der schlechtesten, kontrolliertesten und beherrschtesten Regierungen in der modernen Geschichte geworden. Nicht länger eine Regierung mit freier Meinung, nicht länger eine Regierung mit Überzeugung und gewählt von der Mehrheit, sondern eine Regierung, beherrscht von der Meinung und Nötigung einiger weniger Männer."

 

Das zur Vorgeschichte.

Im Dezember 2009 erschien im Handelsblatt ein interessanter Artikel. In ihm sieht ein „Finanzexperte“ eindeutige Parallelen in den Finanzkrisen und den Aktienkursen von 1907 und 2009. Was nach 1907 geschah, wurde schon eingangs erläutert. Mittlerweile sind wir über 100 Jahre weiter. Der Sinn der gesteuerten Krise mit Griechenland- und Euro-Schwächung bleibt aber derselbe, nur die Dimension hat sich vergrößert. Hören wir doch mal unseren Politikern zu. Da ist die Rede von Regulierung und Gegensteuern, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. Da ist von allgemein gültigen und für alle verbindlichen Regelungen gesprochen wurden. Diese noch schwammigen Sprachregelungen werden sicher bald konkretisiert werden. Und wenn wir dann etwas von entmachteten Nationalbanken hören, die sich dem Diktat einer privaten supranationalen Superbank beugen müssen, ist es soweit, eingedenk der Rockefellerschen Aussage “Wir stehen an der Schwelle einer globalen Transformation. Alles was wir brauchen ist die passende große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.“ Einhergehen wird diese Transformation mit der so genannten TINA-Begründung. Und der Mensch wird es schlucken, da er wahrlich keine Alternativen sieht. Aber nicht, weil es keine gibt. Nein, weil es uns aberzogen wurde, in oder an Alternativen zu denken oder zu entwickeln.

 
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