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Die Anzeichen verdichten sich, dass als nächstes der Iran unter völlig fadenscheinigen Gründen angegriffen werden wird.
Blättert man sich durch die einschlägigen „seriösen“ Informationsmedien, bekommt man den einhelligen Tenor mit, der ungefähr folgendermaßen lautet:
Der Friedensnobelpreisträger Obama (der Gute) hat fast keine anderen Mittel mehr. Der Iran bastelt fleißig an der Bombe und Ahmadinedschad (der Böse) bedroht die Welt mit der Bombe. Verhandlungen haben bisher nichts ergeben. Ergo müssen wir die Welt von einer Bedrohung durch die Mullahs befreien. Und wenn es mit einem Militärschlag ist.
Als Indiz dazu passt übrigens auch die Meldung, dass die Amerikaner eine Art Superbombe, einen Bunkerknacker entwickeln.
Fakten: „Neue“ Satellitenfotos zeigen eine unbestimmte Anlage am heiligen Berg Ghom.
Den Inspekteuren der IAEO hat der Iran schon Zugang zu seinen Forschungs- und Herstellungsbereichen gewährt.
Die erwähnte Anlage kann alles sein oder auch nichts; das Foto ist auch schon etwas älter. Fakt ist auch, das Israel der IAEO nicht erlaubt, seine Atomreaktoren zu überwachen. Darüber regt sich aber komischerweise keiner auf. Des Weiteren argumentiert Iran, dass jede Nation ein Recht auf Kernforschung und Atomenergie besitzt. Indien und Pakistan wird es ebenso wenig verweigert, wie Israel oder China.
Mit welchen Maßstäben wird hier gemessen?
Sehen wir uns doch mal die Ausgangslage an. Iran stand 2005 mit rund 200 Mio. Tonnen gefördertem Erdöl an vierter Stelle der weltweiten Erdölförderung. Das Land verfügt über bekannte Erdölreserven von etwa 18 Mrd. Tonnen (136 Mrd. Barrel) und damit den drittgrößten Erdölreserven weltweit. Iran gehört mit zu den Ländern, die in der so genannten strategischen Ellipse liegen.
Und wie sieht es um den Iran herum aus?
Im Persischen Golf patrouillieren die Schiffe der 5. US-Flotte, in Pakistan, Afghanistan, Turkmenien, Aserbaidschan, der Türkei, dem Irak, in Kuwait, Saudi-Arabien, Quatar, dem Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind US-Soldaten auf diversen Militärbasen stationiert.
Der Iran ist faktisch eingekesselt.
Warum das Ganze?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geht es auch hier um Öl, dazu um die strategisch günstige Lage. Kassiert man den Iran, hat man Zugriff auf das Kaspische Meer und damit auf Russland. Ein klassisches Einfallstor. Zum Weiteren wären die gesamte Arabische Halbinsel und große Teile Arabiens und Westasiens dann unter Kontrolle der Amis.
Um ihr Ziel zu erreichen, werden wieder haargenau dieselben Kniffe wie weiland kurz vor dem Überfall auf den Irak angewandt: unbestimmte Beschuldigungen, alles-und-nichts-sagende Satellitenfotos, Verdrehungen, Lügen und gezielte Destabilisierung im Iran. Oder wie soll man den Anschlag auf die Revolutionsgarden vom letzten Sonntag interpretieren?
(An der Grenze zu Pakistan sprengte sich ein „Selbstmordattentäter“ in die Luft und riss etwa 50 Menschen mit in den Tod. Pakistan ist ja bekanntermaßen ein willfähriger Handlanger der USA.)
Der US-Enthüllungsjournalist Seymour Hersh erhob schon am 19. November 2006 schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Diese solle bewusst Informationen des CIA zurückhalten, die belegten, dass keinerlei Beweise für Nutzung des Atomprogramms zu militärischen Zwecken vorliegen. Laut Hersh spielt die US-Regierung die Geheimdienst-Erkenntnisse herunter, um an ihrer harten Politik gegen Teheran weiterhin festhalten zu können.
Es wird uns wohl nicht erspart bleiben, mit neuerlichen Meldungen von Krieg und Greuel zu leben.
Der Plan ist da, also wird er auch umgesetzt werden. Warnende Stimmen verhallen (wieder einmal) ungehört. Unverständlich ist nur, wie die Menschen in unserem Land, trotz herausgekommener und erwiesener Lügen und Propaganda nach dem Irak-Überfall, wieder genau auf dieselben Tricks hereinfallen. Man lese sich die Forum-Beiträge unter den entsprechenden Meldungen in Stern, Spiegel etc. durch. Dummheit scheint wohl nicht auszurotten zu sein. Selbst dann nicht, wenn deutsche Soldaten in Masse im Kampfeinsatz stehen und auch in Masse in Blechsärgen zurückkehren werden.
Momentan befinden sich fast 4.500 Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan.
Für sie wäre es ein kurzer Sprung in den Iran.
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